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C steht immer häufiger für China. Das Land, fast so gross wie ein Kontinent, hat die Zeit sozialistischer und kommunistischer Experimente ebenso hinter sich gelassen, wie die Produktion billiger Plastikwaren für den europäischen Markt. Wer trotzdem oder gerade deswegen noch ins China-Geschäft einsteigen will, ohne sich dabei die Finger zu verbrennen, muss die Messlatte höher legen, als noch vor einem Jahrzehnt. Doch auch Chinesen, die angesichts enorm wachsenden Devisenreserven in den kapitalistischen Westen schauen, müssen harte Hausaufgaben machen.
Bisher war Deutschlands Mitte fast ein weisser Fleck auf der beiderseitigen Interessen-Karte. Traditionell gab es bereits seit langem die Handelsverbindungen nach Hamburg; Düsseldorf ist die Nummer zwei beim chinesischen Engagement in Deutschland. Frankfurt, das Zentrum der Banken und Dienstleister, ist zwar vor allem durch die Drehscheibe Rhein-Main-Airport auch chinesischen Geschäftsleuten ein Begriff - doch sesshaft wurden bisher nur etwa 300, zumeist Kleinunternehmer, allen voran China-Restaurants.
Eigentlich schade, findet nicht nur Sonja Müller, die neuernannte Leiterin des ebenso neuen "China Competence Center", kurz "CCC". Ebenso sehen es die Verantwortlichen der Industrie- und Handelskammern Frankfurt und Darmstadt. Höchste Zeit, meinen wir, auch am Finanzplatz Frankfurt und am wichtigsten Wirtschaftsstandort zwischen Hamburg und München nach Osten zu schauen. Der Bedarf ist riesig. Denn wenn auch die Zeit der Pioniere vorüber ist - wer kennt sich schon auf dem chinesischen Markt aus?
Das CCC hat Büros in Frankfurt, wie auch in Darmstadt. Damit deckt es zusätzlich das Einzugsgebiet der südhessischen Rheinebene ab, einem sehr weitläufigen Standort mit vielen, auch kleinen Unternehmern, die umso leichter den Weg nach Darmstadt finden, ohne gleich den Frankfurter Stadtverkehr auf sich zu nehmen.
Fangen wir bei den Deutschen an: immer häufiger operieren nicht nur die grossen Konzerne, sondern auch Klein- und Mittelbetriebe erfolgreich in Asien. Was ihnen jedoch im Gegensatz zur kapitalkräftigen Mittbewerbern fehlt, sind Informationen, Kontakte und Erfahrungen, ohne die ein Engagement auf der anderen Seite der Erdkugel wenig Aussicht auch Erfolg hat.
Dies beginnt beim schlichten Papierkrieg, wenn man Produkte aus China importieren oder dorthin exportieren möchte und endet bei einer umfangreichen Beratung und Vorbereitung, wenn man selbst irgendwo in dem riesigen Land investieren will oder nach einem Partner vor Ort sucht. Und wer spricht hierzulande schon Chinesisch?
Darüber lacht die Chefin des CCC nur, denn die Dame mit dem deutschen Namen spricht fliessend modernes Chinesisch. Sie ist eine der wenigen Deutschen, die das Kölner Diplom eines chinesischsprachigen Betriebswirtes tragen - gewissermassen das C für Compentence beim CCC.
Sonja Müller formuliert das bescheidener: ?Ich sehe mich als Plattform, die Menschen und Informationen aus China und Deutschland zusammenbringt?. Höchste Zeit, möchte man sagen, denn angesichts der so untererschiedlichen Menschen, Kulturen und Wirtschaftssystemen sucht man nicht nur Antworten auf viele offene Fragen - man braucht vor allem kompetente und zuverlässige Auskünfte.
Denn angesichts lukrativer Geschäftserwartungen ist auch die Zahl unseriöser Berater, ?Consultants? und angeblicher Experten gerade im Falle Chinas in den letzten Jahren fast parallel zu den Umsätzen gewachsen - und den schnellen Yuan oder Renminbi machen nicht die Investoren, sondern Berater auf beiden Seiten des Globus.
Frau Müller und ihre Team sind daher mit Sicherheit der elegantere, preiswertere und vor allem risikoärmere Einstieg ins China-Geschäft. Den Katalog der Leistungen, die von der Erstberatung, der Versorgung mit Zahlen und Fakten, über Vermittlung von Adressen, Ansprechpartnern und Anwaltskanzleien bis zu Vorträgen und Veranstaltungen geht, findet man auf der Webseite oder durch einen Anruf. Sinnvoller Weise sind die Telefone zwischen Frankfurt und Darmstadt zusammengeschaltet.
Doch wundern Sie sich nicht, wenn Frau Müller beim Anruf erst einmal von Chinesisch auf Hessisch umschaltet, denn ihre chinesischen Kunden haben es ehrlicherweise in Deutschland noch schwerer als umgekehrt. So mancher hat sich an dem seit Jahrhunderten gewachsenen und europäisch-komplizierten System und perfekten Bürokraten eine blutige Nase gestossen, wenn er nicht schon vorher an seinen Beratern scheiterte.
Angesichts chinesischer Wachstumsraten und endlich wieder erwachendem deutschen Unternehmergeist kann man dem China Competence Center eine arbeits- und erfolgreiche Zukunft voraussagen.
Kontakt
Sonja Michaela Müller
China Competence Center
IHK Darmstadt und Frankfurt
Tel.: 0151-12639986