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"Rohstoffe und Bergbau in Asien 2012"

Asien Kurier - Report

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Asien Kurier  2/2012 vom 1. Februar 2012
China

Chinesen konsumieren gerne

Die großen Disparitäten zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung haben sich ausgeweitet; ausländische Anbieter haben den Trend zur chinesischen Präzenz im Internet offensichtlich verschlafen.

Von Bernd Schaaf, Germany Trade & Invest in Shanghai

Die Kaufkraft der chinesischen Bevölkerung hat sich zwischen 1990 und 2010 ungefähr verzwölffacht. Eine immer wohlhabendere Mittel- und Oberschicht fragt zunehmend höherwertige Konsumgüter nach. Nach wie vor existieren allerdings große Kaufkraftunterschiede zwischen Ostküste und Hinterland und zwischen Stadt- und Landbevölkerung. Diesen Unterschieden müssen Konsumgüterhersteller bei der Wahl von Standorten und Absatzkanälen Rechnung tragen.

Juweliershop in Shanghai Juweliershop in Shanghai
Foto: Li Yuan

Die Kaufkraft der chinesischen Bevölkerung stieg in den letzten drei Jahrzehnten sprunghaft. So belief sich das verfügbare Einkommen städtischer Haushalte pro Kopf 2010 auf 19.109 Renminbi Yuan (2.250 Euro, 1 Euro = 8,49 Renminbi, 3-Monatsmittel). Das war etwa das Dreifache der verfügbaren Einkommen von 2000 (6.280 Renminbi) und mehr als das Zwölffache der Einkommen 1990 (1.510 Renminbi). Ähnlich zeigt sich die Entwicklung des ländlichen Raumes. Die großen Disparitäten zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung blieben allerdings nicht nur bestehen, sondern haben sich sogar leicht ausgeweitet.

Da Löhne und Gehälter kontinuierlich steigen, erwarten Beobachter, dass das jährliche Wachstum der Kaufkraft auch künftig im zweistelligen Prozentbereich liegen dürfte. Die US-Consulting-Firma Booz & Co. prognostiziert etwa in "China Consumer Market Strategies 2011", dass China spätestens 2015 nach den USA der weltweit zweitgrößte Konsumgütermarkt sein wird. Nach Angaben des National Bureau of Statistics (NBS) stieg der chinesische Einzelhandelsumsatz seit 2001 von 3.760 Milliarden Renminbi bis 2010 auf 15.455 Milliarden Renminbi an und lag damit beständig über dem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP).


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