Die bunte Oster- und Frühlingswelt bei buch.de
StartseiteArchivBücherProdukt-PiraterieAnzeigen / Ads
Abo, Kontakt Asiatische Webseiten Industriereports Über uns

"Rohstoffe und Bergbau in Asien 2012"

Asien Kurier - Report

Infos hier

Asien Kurier  2/2012 vom 1. Februar 2012
Japan

Elektronikindustrie vorsichtig optimistisch

Fachverband prognostiziert leichtes Produktionsplus; der Inlandsstandort hat weiterhin Vorzüge; gute geschäftliche Möglichkeiten mit Cloud Computing

Von Dr. Detlef Rehn, Germany Trade & Invest in Tokio

Japans Elektronikindustrie hofft, dass sich 2012 die geschäftliche Lage wieder zum Besseren wendet. Die weltweite Produktion der Firmen soll leicht wachsen. Für das Plus zeichnen wegen des teuren Yen vor allem die ausländischen Standorte verantwortlich. Impulse kommen vom "Cloud Computing", den erneuerbaren Energien sowie von Komponenten für Smartphones. Sorgen haben die Hersteller audiovisueller Ausrüstungen. Trotz hoher Kosten bleibt Japan als Produktionsstandort wichtig.

Bau von einem Sonnenpanel auf einem Privathaus in Japan In Japan tritt am 1.7.12 ein Einspeisetarif in Kraft, der eine besonders attraktive Vergütung für fotovoltaische Ausrüstungen verspricht. Foto auf der Nordinsel Hokkaido.
Foto: Donald Willwock

Japans Elektronikindustrie, einer der Schlüsselzweige der Wirtschaft, hofft dass sich nach einem schlechten Jahr 2011 die geschäftliche Lage 2012 bessert. Nach der jüngsten Prognose der Japan Electronics and Information Industries Association (JEITA), die Ende Dezember 2011 vorgestellt wurde, werden die heimischen Unternehmen im In- und Ausland im laufenden Jahr elektronische Ausrüstungen, Komponenten und Teile im Wert von etwas über 36.100 Milliarden Yen (350,15 Mrd. Euro, 1 Euro = 103,10 Yen, 3-Monatsmittel) herstellen. Einschließlich von Lösungen und Dienstleistungen soll der Wert 41,3 Billionen Yen betragen. Gegenüber 2011 wäre dies ein Zuwachs von 1,8 Prozent.

Ihre Impulse erhält die Branche 2012 generell vor allem von Produkten, in denen umweltfreundliche und energiesparende Elemente integriert sind und die außerdem vernetzbar sind. Dies werde auch die Nachfrage nach technologischen Innovationen bei Halbleitern und Komponenten antreiben, heißt es. Die Anbieter informationstechnischer Lösungen und Dienstleistungen würden zum einen von der wachsenden IT-Nachfrage privater und öffentlicher Einrichtungen positiv beeinflusst.

Japans weltweite Produktion an Elektronik und Informationstechnik Japans weltweite Produktion an Elektronik und Informationstechnik
Quelle: Japan Electronics and Information Technology Industries Association (JEITA)

Ferner ergäben sich immer mehr geschäftliche Möglichkeiten für das "Cloud Computing". Vor allem für die Aufrechterhaltung der sozialen Infrastruktur sei die Speicherung von Daten in räumlich entfernten Zentren sinnvoll, wie die Zerstörung vieler informationstechnischer Anlagen durch die große Naturkatastrophe vom März 2011 gezeigt habe. Schließlich werde die globale Elektronikproduktion auch vom starken Yen unterstützt, der viele Hersteller veranlasse, die Produktion aus Japan heraus ins preisgünstigere Ausland zu verlagern.

Im Einklang mit dieser Bewertung sagt die JEITA voraus, dass die heimische Elektronikproduktion 2012 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf rund 13,8 Billionen Yen zurückgeht. Als besonders schwierig gilt die Lage für die Hersteller audiovisueller Ausrüstungen, vor allem von Flachbildschirm-Fernsehgeräten. Die Nachfrage nach diesen Fernsehern ist stark eingebrochen, nachdem viele Verbraucher den Kauf eines neuen Geräts wegen der Einstellung analoger terrestrischer Sendungen im Juli 2011 vorgezogen hatten.

Zu den aussichtsreichen Bereichen der Inlandsproduktion gehören zum Beispiel Produkte und Dienstleistungen, die einen Bezug zu den erneuerbaren Energien haben. In Japan tritt am 1.7.12 ein Einspeisetarif in Kraft, der eine besonders attraktive Vergütung für fotovoltaische Ausrüstungen verspricht. Auch die Halbleiterindustrie zieht voraussichtlich wieder an, da mehr Chips für die Kfz-Industrie, Smartphones und Tablet-PC gebraucht werden. Von dieser Entwicklung profitieren auch die Hersteller elektronischer Messinstrumente. Ein wachsender Bedarf ist zudem bei Erzeugnissen der Gesundheitswirtschaft zu beobachten. Dies wiederum sollte die Produktion von Medizinelektronik günstig beeinflussen.

Allgemein erwartet die JEITA, dass der Elektronik-Standort Japan trotz aller kostenbedingten Abwanderungstendenzen dort stark bleibt, wo Produkte mit hoher Qualität und Zuverlässigkeit gefragt sind. Dies gelte für Bildschirme, Messinstrumente, Server- und Speicherausrüstungen, die Elektromedizin sowie Halbleiter.

Adressen

Japan Electronics and Information Technology Industries Association
International Affairs Department
Ote Center Building
1-1-3 Otemachi, Chiyoda-ku
Tokyo 100-0004
Tel.: +81 3 5211060
Fax: +81 3 5218 1079
Web: www.jeita.or.jp





©  2007 bis 2012 Asien Kurier.
All rights are reserved  (Nutzungsrechte / Titelschutz)
Unsere Webseiten sind für den Firefox-Browser und eine Auflösung von 1280 x 1024 pixel optimiert.
Opera und Safari-Browser sind gerne gesehen; auf Microsoft / IE können wir verzichten.

Politischer Reiseführer
Philippinen
Philippinen
Unterwegs im Land der 7000 Inseln
€ 19,90
Fettnäppchen
Fettnäpfchenführer China
Fettnäpfchenführer China
Der Wink mit dem Hühnerfuß
€ 10,95
buch.de - einfach schnell
Aktion 2 300x250