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Japans Elektronikindustrie hofft, dass sich 2012 die geschäftliche Lage wieder zum Besseren wendet. Die weltweite Produktion der Firmen soll leicht wachsen. Für das Plus zeichnen wegen des teuren Yen vor allem die ausländischen Standorte verantwortlich. Impulse kommen vom "Cloud Computing", den erneuerbaren Energien sowie von Komponenten für Smartphones. Sorgen haben die Hersteller audiovisueller Ausrüstungen. Trotz hoher Kosten bleibt Japan als Produktionsstandort wichtig.
In Japan tritt am 1.7.12 ein Einspeisetarif in Kraft, der eine besonders attraktive Vergütung für fotovoltaische Ausrüstungen verspricht. Foto auf der Nordinsel Hokkaido.Japans Elektronikindustrie, einer der Schlüsselzweige der Wirtschaft, hofft dass sich nach einem schlechten Jahr 2011 die geschäftliche Lage 2012 bessert. Nach der jüngsten Prognose der Japan Electronics and Information Industries Association (JEITA), die Ende Dezember 2011 vorgestellt wurde, werden die heimischen Unternehmen im In- und Ausland im laufenden Jahr elektronische Ausrüstungen, Komponenten und Teile im Wert von etwas über 36.100 Milliarden Yen (350,15 Mrd. Euro, 1 Euro = 103,10 Yen, 3-Monatsmittel) herstellen. Einschließlich von Lösungen und Dienstleistungen soll der Wert 41,3 Billionen Yen betragen. Gegenüber 2011 wäre dies ein Zuwachs von 1,8 Prozent.
Ihre Impulse erhält die Branche 2012 generell vor allem von Produkten, in denen umweltfreundliche und energiesparende Elemente integriert sind und die außerdem vernetzbar sind. Dies werde auch die Nachfrage nach technologischen Innovationen bei Halbleitern und Komponenten antreiben, heißt es. Die Anbieter informationstechnischer Lösungen und Dienstleistungen würden zum einen von der wachsenden IT-Nachfrage privater und öffentlicher Einrichtungen positiv beeinflusst.
Japans weltweite Produktion an Elektronik und InformationstechnikFerner ergäben sich immer mehr geschäftliche Möglichkeiten für das "Cloud Computing". Vor allem für die Aufrechterhaltung der sozialen Infrastruktur sei die Speicherung von Daten in räumlich entfernten Zentren sinnvoll, wie die Zerstörung vieler informationstechnischer Anlagen durch die große Naturkatastrophe vom März 2011 gezeigt habe. Schließlich werde die globale Elektronikproduktion auch vom starken Yen unterstützt, der viele Hersteller veranlasse, die Produktion aus Japan heraus ins preisgünstigere Ausland zu verlagern.
Im Einklang mit dieser Bewertung sagt die JEITA voraus, dass die heimische Elektronikproduktion 2012 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf rund 13,8 Billionen Yen zurückgeht. Als besonders schwierig gilt die Lage für die Hersteller audiovisueller Ausrüstungen, vor allem von Flachbildschirm-Fernsehgeräten. Die Nachfrage nach diesen Fernsehern ist stark eingebrochen, nachdem viele Verbraucher den Kauf eines neuen Geräts wegen der Einstellung analoger terrestrischer Sendungen im Juli 2011 vorgezogen hatten.
Zu den aussichtsreichen Bereichen der Inlandsproduktion gehören zum Beispiel Produkte und Dienstleistungen, die einen Bezug zu den erneuerbaren Energien haben. In Japan tritt am 1.7.12 ein Einspeisetarif in Kraft, der eine besonders attraktive Vergütung für fotovoltaische Ausrüstungen verspricht. Auch die Halbleiterindustrie zieht voraussichtlich wieder an, da mehr Chips für die Kfz-Industrie, Smartphones und Tablet-PC gebraucht werden. Von dieser Entwicklung profitieren auch die Hersteller elektronischer Messinstrumente. Ein wachsender Bedarf ist zudem bei Erzeugnissen der Gesundheitswirtschaft zu beobachten. Dies wiederum sollte die Produktion von Medizinelektronik günstig beeinflussen.
Allgemein erwartet die JEITA, dass der Elektronik-Standort Japan trotz aller kostenbedingten Abwanderungstendenzen dort stark bleibt, wo Produkte mit hoher Qualität und Zuverlässigkeit gefragt sind. Dies gelte für Bildschirme, Messinstrumente, Server- und Speicherausrüstungen, die Elektromedizin sowie Halbleiter.
Adressen
Japan Electronics and Information Technology Industries Association
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1-1-3 Otemachi, Chiyoda-ku
Tokyo 100-0004
Tel.: +81 3 5211060
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Web: www.jeita.or.jp