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Malaysias Nahrungsmittelindustrie dürfte, getragen vom soliden Inlandskonsum, durch die globale Konjunkturabschwächung nicht viel zu befürchten haben. Entsprechend weisen Investitionsgenehmigungen und Maschinenimporte weiter nach oben. Wichtigstes Lieferland hierfür ist Deutschland. Zusätzlichen Auftrieb könnte die Industrie erfahren, wenn die Regierung die neue "Agri-Food"-Politik verkündet. Als Ziele gelten ein höherer Eigenversorgungsgrad und mehr Wettbewerbsfähigkeit.
Anders als Malaysias Exportbranchen dürfte sich die Nahrungsmittelindustrie 2012 und darüber hinaus als relativ immun gegenüber der schwächelnden Weltkonjunktur erweisen. Denn abgesehen vom Devisenbringer Palmöl ist die Industrie im engeren Sinne zum großen Teil auf den Binnenmarkt ausgerichtet und zeigt sich dank niedriger Arbeitslosigkeit und steigender verfügbarer Einkommen robust. Entsprechend hat die Branche ihre genehmigten Investitionen 2011 kräftig erhöht.
Einen noch stärkeren Investitionsschub dürfte es geben, wenn die Regierung mit ihrer Absicht ernst macht, den Sektor nachhaltig zu fördern. Dieses Ziel soll die für den Zeitraum 2011 bis 2020 bestimmte National "Agri-Food Policy" (NAP) verfolgen. Ende September 2011 vom Kabinett beschlossen, soll sie demnächst vom Premierminister verkündet werden. Nach Informationen aus der Presse sind die Hauptziele dieser Politik eine ausreichende Versorgung mit sicheren Lebensmitteln und ein wettbewerbsfähiger Agro-Food-Sektor. Die Strategie werde sich aber nicht nur auf den Lebensmittelbereich beziehen, sondern auch neue Aktionsfelder mit hohem Wachstumspotenzial ins Visier nehmen, darunter zum Beispiel Meeresalgen und Kräuter.
Die Vorgaben einer stärkeren Selbstversorgung und einer wettbewerbsfähigeren Lebensmittelbranche erscheinen ambitioniert. Malaysia ist bei wichtigen Nahrungsmitteln nicht autark. Gemüse, Molkereiprodukte, Getreide und Zucker werden in umfangreichen Maße importiert. Selbst Reis, Fisch und Rindfleisch kommen aus dem Ausland. Die Produktion von Geflügel, Eiern und Schweinefleisch reicht hingegen für den Inlandsbedarf aus.
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