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In Südostasien gilt Thailand als Vorzeigeland für die Förderung Erneuerbarer Energien und als zentraler Wirtschaftsstandort in der Region. Insbesondere im Bereich Bioenergie bieten sich aussichtsreiche Möglichkeiten für deutsche Unternehmen.
Termin: 11.- 15. Juni 2012
Ein Großteil der Wirtschaftsleistung basiert auf Landwirtschaft und der Verarbeitung von Agrarprodukten. Dementsprechend ist das Potential für die Energieproduktion aus Biomasse und Biogas enorm. Es wird derzeit auf 4.900 MW zur Stromerzeugung und 10.000 MW zur Wärmegewinnung geschätzt. Im Bereich der festen Biomasse wird neben der Nutzung von Abfällen aus der Reis-, Palmöl-, Kautschuk-, Stärke-, Papier- und Zuckerindustrie vermehrt auf kommunale Projekte sowie auf den Anbau von Energiepflanzen gesetzt.
Zurzeit basiert Thailands Energiemix primär auf importierten fossilen Energieträgern. Das Ausbauziel des nationalen Entwicklungsplans für Erneuerbare Energien wurde daher kürzlich von 20 Prozent auf 25 Prozent erhöht. Bis 2022 soll so ein Viertel der Energieversorgung aus regenerativen Energiequellen stammen, von denen Biomasse das höchste Potential zugeschrieben wird. Ein gültiger Einspeisetarif mit dem Ziel von 4.000 MW installierter Leistung aus Biomasse steigert die Nachfrage nach effizienten Qualitätsprodukten in diesem Bereich und macht die Entwicklung derartiger Anlagen für ausländische Investoren immer attraktiver.
Allerdings stellen technologische Hürden lokale Betreiber, Investoren und Banken vor große Herausforderungen. Hier sind deutsche Technologien und Dienstleistungen wie Projektentwicklung, Anlagenbau und Komponentenlieferungen sowie Ko-Investitionen gefragt. In Thailand gibt es großes Interesse an moderner und umweltfreundlicher Technologie "made in Germany". Die Nachfrage nach Qualität, Effizienz und ertragsorientierten Projekten nimmt aufgrund der bisherigen Erfahrungen und steigender Biomassepreise stetig zu.
Weitere gezielte Fördermaßnahmen wie Mehrwertsteuer- und Einfuhrzollbefreiung für Motoren, Maschinenteile und Materialien des Anlagenbaus komplettieren das Bild Thailands als attraktiven Markt für deutsche Unternehmen.
Unterstützung beim Markteintritt in Thailand
Die Exportinitiative Erneuerbare Energien bietet eine langfristige und umfassende Unterstützung bei der Markterschließung Thailands an. Das Land gilt als "regionales Hub" und bietet somit ideale Voraussetzungen für die Erschließung benachbarter Märkte wie Malaysia, Laos, Kambodscha, Indonesien oder Vietnam.
Der Informationsworkshop stellt detaillierte Informationen zu Geschäftsmöglichkeiten und Marktakteuren in Thailand zur Verfügung. Experten aus der Region informieren über Marktchancen und zentrale politische und regulatorische Rahmenbedingungen. Unternehmen berichten aus erster Hand über ihre Erfahrungen vor Ort von der Projektentwicklung bis hin zum Betrieb.
Finanzierungsangebote werden umfassend dargestellt. Dazu bieten sich den Teilnehmern exzellente Vernetzungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Expertengespräche im Rahmen des "Marktplatzes" im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen.
Für interessierte Unternehmen bietet der Workshop eine gute Vorbereitung für die AHK-Geschäftsreise „Energie aus Biomasse“ nach Thailand, die vom 11.- 15. Juni 2012 stattfinden wird. Deutschen Unternehmen der Bioenergiebranche bietet sich dort die Chance, vor Ort Technologien und Dienstleistungen zu präsentieren und Geschäftskontakte zu knüpfen.
Die Teilnahme am Informationsworkshop ist kostenlos. Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch. Anmeldungen zum Informationsworkshop in Berlin bitte bis 15. Februar 2012 per Email an pep-suedostasien@giz.de.
Adressen
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Regine Dietz
Tel.: 030 408190 253
Fax: 030 408190 22253
Email: regine.dietz@giz.de