China /Titel
Wenn Geld kein Problem ist
Deutschland im Fokus chinesischer Investoren
Infolge ihrer einseitig exportorientierten Wirtschaftsstrategie sehen sich die Chinesen schon seit Längerem mit einem Luxusproblem konfrontiert: Was tun mit dem riesigen Vorrat an erwirtschafteten Devisen? Nachdem man lange bevorzugt US-Staatspapiere gekauft und dabei nun nicht die besten Erfahrungen gemacht hat, richtet sich der Blick zunehmend nach Europa. Dabei kaufen die Chinesen aber nicht wie von den klammen EU-Staaten erhofft im großen Stil Staatsanleihen, sondern wollen lieber Anteile von europäischen und speziell deutschen Unternehmen erwerben. Dieser Trend im Zeichen der Finanzkrise ist vielen nicht ganz geheuer. Berechtigte Sorgen oder nur unzutreffende Klischees?
Von Daniel Müller in Berlin
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Hochwertige Medizintechnik aus den USA, Japan und Deutschland erfreut sich in Hongkong großer Beliebtheit. Die staatlichen Krankenhäuser - sie bilden den Eckpfeiler des Gesundheitssystems - sind die wichtigsten Nachfrager. Das Geschäft mit Privatkliniken gewinnt jedoch an Bedeutung. Der Bedarf an Medizintechnik steigt stetig. Die Bevölkerung altert schnell, sie gehört bereits zur langlebigsten der Welt.
Japans Elektronikindustrie hofft, dass sich 2012 die geschäftliche Lage wieder zum Besseren wendet. Die weltweite Produktion der Firmen soll leicht wachsen. Für das Plus zeichnen wegen des teuren Yen vor allem die ausländischen Standorte verantwortlich. Impulse kommen vom "Cloud Computing", den erneuerbaren Energien sowie von Komponenten für Smartphones. Sorgen haben die Hersteller audiovisueller Ausrüstungen.
Bei der Herstellung von lichtemittierenden Dioden (LED) mischen taiwanische Firmen ganz vorne mit. Ob im Hintergrund oder als direkte Lichtquelle - LED lassen weltweit immer mehr Monitore und Lampen erstrahlen. Trotz guten Wachstumspotenzials ist das Geschäft aufgrund der starken Konkurrenz aus Japan, Südkorea und der VR China hart. Für die nächsten Jahre rechnet die Branche vor allem aus dem privaten und gewerblichen Beleuchtungsmarkt mit einem Nachfrageschub.
Vietnams Nachholbedarf an Papiererzeugnissen bleibt enorm. Investitionen in neue Anlagen sind geplant, 2011 kämpften die Betriebe jedoch mit schwierigen Finanzierungsbedingungen und steigenden Kosten. Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit werden effizientere Maschinen und bessere Abwassersysteme benötigt. Deutsche und andere europäische Marken stehen dabei hoch im Kurs, sind aber oft zu teuer.













