Asien / Titel
Business im Namen des Staates
Die erfolgreichen Staatsfonds Temasek, Khazanah National und China Investment Corporation in Asien
In den Entwicklungsstrategien der meisten asiatischen Regierungen nimmt der staatliche Sektor bekanntlich eine zentrale Stellung ein. Man ist dort misstrauisch gegenüber den Vorzügen einer ungehinderten Marktwirtschaft und setzt stattdessen bevorzugt auf eine administrative Lenkung des Wirtschaftsprozesses. Dabei wird vor allem eine stringente Industrie- und Investitionspolitik verfolgt, bei der staatliche Bürokraten Wirtschaftszweige mit einem hohen Zukunftspotenzial identifizieren, die dann entsprechend protegiert werden.
Von Daniel Müller in Hamburg mehr ...
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Staatsfonds bestimmen in einem zunehmenden Maße das Wirtschaftsleben in Asien. Auch gehen immer mehr von ihnen auf eine globale Einkaufstour. Vorzügen stehen gravierende Nachteile gegenüber. In jedem Fall sind sie ein Faktor mit dem gerechnet werden muss.
Die Logistikbranche gilt als das Rückgrat der Globalisierung. Folglich war sie vom weltweiten Konjunktureinbruch in einem besonders drastischen Ausmaß betroffen. Eine substanzielle Besserung der Lage ist immer noch nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund hat der Asien Kurier mit Michael Bayer von SDV International Logistics über die Perspektiven und Entwicklungstendenzen des Logistikmarktes in Asien gesprochen.
Das Gerben von Leder gilt als schmutziges Geschäft, weil der Energie- und Wasserbedarf hoch ist. Doch das muss nicht zwangsläufig so sein: Der deutsch-chinesische Hersteller "ISA Tan Tec" zeigt in seinen beiden Produktionsstätten in Guangzhou, VR China und Ho Chi Minh City, Vietnam, wie sich Leder mit minimalen Ressourceneinsatz herstellen lässt. ISA Tan Tec beschäftigt fast 1.000 Mitarbeiter und beliefert namhafte Schuhhersteller wie Timberland, New Balance, Keen oder Patagonia.
Der chinesische Kosmetikmarkt hat das Krisenjahr 2009 gut überstanden und wiederum eine zweistellige Wachstumsrate erreicht. Die Umsätze dürften dabei erstmals mehr als 20 Milliarden US$ betragen haben. Zwar haben die Branchenimporte etwas gelitten, doch sie könnten aber 2010 wieder um ein Fünftel zulegen. Die Märkte verlagern sich einerseits immer mehr ins Hinterland, andererseits erschließen die Unternehmen neue Kundensegmente. Insbesondere bei Kosmetikprodukten für Männer sehen die Hersteller gute Wachstumsaussichten.
Indiens veraltete und oft völlig überlastete Infrastruktur ist eine der größten Wachstumsbremsen für die Wirtschaft, deshalb erhält deren Ausbau seitens der Regierung inzwischen höchste Priorität. Allein im aktuellen Fünfjahresplan (2007 bis 2012) sollen Infrastrukturprojekte mit einem Investitionsvolumen von 450 Milliarden US$ realisiert oder zumindest angeschoben werden. Allerdings gestaltet sich angesichts knapper Haushaltkassen die Finanzierung neuer Kraftwerke, Highways und Flughäfen zunehmend schwieriger.










