Singapur/Titel
Auf der Suche nach mehr Lockerheit
Demokraten, Querulanten und sonstige Müßiggänger sind unerwünscht; Attraktive Investitionsbedingungen, Rechtssicherheit, Abwesenheit von Korruption
Singapur ist eine winzige Insel mit gerade einmal 5 Millionen Einwohnern. Nichtsdestotrotz gilt der Stadtstaat als ein Hot Spot der Globalisierung und als faszinierendes Laboratorium der Zukunft. Vielen weniger glücklichen Ländern erscheint der Singapore way als attraktives Entwicklungsmodell. Worin liegt das Erfolgsgeheimnis der ehemaligen britischen Handelsstation? Die Antwort ist simpel: Robuster chinesischer Geschäftssinn gepaart mit dem Willen, sich unablässig zu wandeln. Und nicht zu vergessen: die Bereitschaft, sich von einer als Familienvormund gebärdenden politischen Führung in viele Belange des Lebens reinreden zu lassen. Allerdings regt sich zunehmend Widerwillen gegen die Gängelung von oben. Dies kann dem Land nur guttun.
Von Daniel Müller in Berlin
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Seit Jahrhunderten leidet Thailand unter wasserbedingten Naturkatastrophen, verheerenden Dürreperioden und vernichtenden Überschwemmungen, deren Schäden jedes Mal den Staatshaushalt mit Milliardenbeträgen belasten. Allein die Jahrhundertflut während des Monsunregens im Herbst 2011 hat nach Schätzungen der Weltbank Schäden in Höhe von 1.425 Milliarden Baht (34,85 Mrd. Euro, 1 Euro = 40,89 Baht, 3-Monatsmittel) verursacht. Die Siam Commercial Bank schätzt die auf direkten Schäden der Industrie an Maschinen und Produkten auf 1,5 Milliarden US$. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Gesamtjahr 2011 auf soll nur noch um 0,1 Prozent wachsen.
Wenn die derzeit einzige in Betrieb stehende Kernkraftwerkseinheit (Tomari-3) wegen Unterhaltsarbeiten am 5. Mai 2012 vom Netz geht, wird Japan vorübergehend ohne Kernkraftwerke auskommen müssen. Dies hat der japanische Industrieminister Yukio Edano mitgeteilt.
Im Laufe des letzten Jahrzehnts ist China zu einer unumgänglichen Größe im globalen Wirtschaftsgeschehen aufgestiegen. Es bedarf keiner prophetischen Gabe, um vorauszusagen, dass die Volkrepublik in den nächsten Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Wie in den diversen Konsumgütermärkten stellt Asien auch im Service- und Dienstleistungsbereich für die etablierten Anbieter häufig die einzige Chance zum Wachsen dar. Eine Branche, die bei steigendem Wohlstand stärker ins Spiel kommt, ist die Versicherungswirtschaft. Trotz verringerter Expansionsraten wächst der asiatische Versicherungsmarkt weiter konstant. Um auf den verschiedenen Teilmärkten Fuß zu fassen, gehen die westlichen Schwergewichte sukzessive Kooperationen und Beteiligungen mit asiatischen Firmen ein. Dieses Vorgehen und der Umstand, dass die inländischen Anbieter klar dominieren, deuten darauf hin, dass auch diese Märkte nicht leicht zu erschließen sind.
Chinesische Firmen haben in den vergangenen Jahren im Bereich Forschung und Entwicklung enorm aufgeholt. So ist China, was die Anzahl von Schutzrechtsanmeldungen betrifft, schon 2010 auf den zweiten Platz hinter den USA vorgerückt. Waren chinesische Firmen lange nur als flexible und billige Produzenten von im Westen entwickelten Produkten tätig, so investieren viele chinesische Unternehmen heute massiv in Forschung und Entwicklung und sichern ihre Erfindungen gleichzeitig durch Patente ab.
Vietnam, das seit den 1990er Jahren wirtschaftliche Wachstumsraten vorzuweisen hat, von denen westliche Industrienationen nur träumen können, ist spätestens mit dem Beitritt zur WTO im Jahre 2007 in den Fokus internationaler Investoren gerückt. Niedrige Lohnkosten, die nach wie vor deutlich unter dem Niveau Chinas (Ostküste) liegen und politische Stabilität machen das Land für viele Unternehmer zu einem attraktiven Investitionsstandort, sei es für Produktionszwecke oder als Absatzmarkt für eigene Produkte.
Wenn von japanischer Kultur die Rede ist, dann werden damit für gewöhnlich Zen-Gärten, Origami-Bastelarbeiten, stundenlange Teezeremonien, „Edo-Buchstaben“ oder die Kunst des Ikebana assoziiert. Das moderne Japan findet in dieser altbackenen Perspektive hingegen kaum Berücksichtigung. Das gilt insbesondere für die diversen populärkulturellen Medienprodukte in Form von Comics, Anime-Trickfilmen, J-pop und Computerspielen.





