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Datum: 2008-12-31 Asien Kurier 7/2008 vom 1. Juli 2008 China - Gefahrgütertransporte vorübergehend eingeschränkt Von Achim Haug, bfai-Redakteur in Köln.
Im Bestreben die Sicherheit der Olympischen Spiele zu gewährleisten, verschärft China dieTransportsicherheit und schränkt die Bewegung von gefährlichen chemischen Gütern von Juni bis Oktober2008 ein. Besonders in See- und Flughäfen muss mit Behinderungen bis zur Nichtabfertigung gerechnetwerden. Eine Kontaktaufnahme vor Absendung kritischer Güter mit dem Logistikunternehmen oder möglichst den zuständigen Behörden im Zielhafen ist dringend anzuraten. Genauere Regelungen liegen zumeist noch nicht vor.
Das Ministerium für öffentliche Sicherheit hatte bereits am 13. März 2008 den "Umfassenden Plan über die Sicherheit des Straßenverkehrs während der Olympischen Spiele" erlassen. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Sicherheitskonzeptes und soll die Straßenverkehrssicherheit vom 1. April bis 31. Oktober 2008 erhöhen. Der Plan sieht vor, im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. August 2008 für den Transport vongefährlichen Chemikalien eine strengere Aufsicht einzuführen. Pressemeldungen zufolge wurden als Schwerpunkte für höhere Sicherheitsanforderungen bereits im Vorfeld der Spiele durch die "State Administration of Work Safety" (SAWS) Beijing, Qingdao, Qinhuangdao, Shenyang, Tianjin, Shanghai und die Sonderverwaltungsregion Hongkong benannt. Diese sind Austragungsorte der olympischen Wettbewerbe. Die Eröffnungsfeier findet am 8. August 2008 in Beijing statt. Neben stärkerer Kontrollen des Straßentransportes ist mit Einschränkungen an Flug- und Seehäfen zurechnen. China Shipping geht für sämtliche chinesische Häfen davon aus, dass eine Reihe von Gefahrgütern nicht mehr abgefertigt werden. Eintreffende Lieferungen müssten in dem Fall zu hohen Kosten in zugewiesene Lagerhallen bis zum Ende der Sperrfrist eingelagert werden. Eine genaue Liste der betroffenen Güter ist bislang von der SAWS noch nicht veröffentlicht worden. Lediglich für den Shanghaier Hafen liegen konkrete Regelungen vor. Am 13. Mai 2008 wurde die "Mitteilung überdie Verstärkung der Sicherheitsüberwachung der Hafenabfertigung von gefährlichen Gütern während der Olympischen Spiele" erlassen. Dieser zufolge werden gefährliche Stoffe in der Zeit vom 20. Juli bis 25. August 2008 nicht mehr abgefertigt. Schon ab 18. Juli sollen keine Deklarationen und Genehmigungen mehr ausgestelltwerden. Projekte von "besonderer Wichtigkeit" wie zum Beispiel nationale Schwerpunktprojekte oder derAufbau und die Produktion großer Unternehmen können individuell bei den Hafenbehörden Antrag auf eineAusnahmegenehmigung stellen. Der Weltspeditionsverband FIATA berichtet von mündlichen Aussagen von Mitgliedern und Häfen in der Volksrepublik, nach denen mit vergleichbaren Einschränkungen zumindest in den Häfen Tianjin-Xingang, Qingdao, Qinhuangdao und Hongkong zu rechnen sei. Ebenso könnten im Bereich Luftfracht und Postverkehr Behinderungen auftreten. Gefahrgüter, die im Shanghaier Hafen vom 18. Juli bis 25. August 2008 nicht behandelt werden Explosivstoffe (inkl. Feuerwerkskörper) Organische Peroxide Hochgiftige Stoffe Peroxide (Wasserstoffperoxid) Radioaktive Isotope Aceton Schwefelsäure Salpetersäure Salzsäure Ammoniumnitrat, inklusive Düngemittel Quelle: Shanghai Port Administration Weitere Informationen: Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) Frau Sabine Ursel, Leiterin Kommunikation Bolongarostrasse 82 65929 Frankfurt / Deutschland Tel.: 49 69 30838 113 Fax: 49 69 30838 189 Email: sabine.ursel@bme.de Web: www.bme.de | |
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