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Datum: 2008-12-31 Asien Kurier 8/2008 vom 1. August 2008 Iran - Ausbaupläne für Petrochemie Von Dr. Rolf Weitowitz, bfai-Redakteur.
Das 8. Iran Petrochemical Forum (IPF), das Ende Mai 2008 in Teheran stattfand, überraschte mit einer hohen Beteiligtenzahl von 76 ausländischen Unternehmen aus 27 Ländern und 118 inländischen Fachfirmen. Dem Vernehmen nach nahmen auch Unternehmen aus Großbritannien und den USA an der Konferenz teil. Der iranische Ölminister Gholamhossein Nozari unterstrich, dass Iran, trotz Wirtschaftssanktionen, die ehrgeizigen Ausbaupläne für die petrochemische Produktion fortzusetzen beabsichtigt.
Für das erste Quartal 2009 hat die iranische Regierung eine Produktionskapazität für marktfähige petrochemische Produkte von 47 Millionen Tonnen im Jahr avisiert. Der Anteil an der regionalen Produktion würde damit von 25 auf 29 Prozent steigen. Im laufenden iranischen Jahr 2008/09 (März-März) ist eine Zunahme um 9 auf 35 Millionen Jahrestonnen geplant. Die Jahreskapazität der gegenwärtig im Bau befindlichen Anlagen bezifferte Nozari auf knapp 31 Millionen Tonnen jährlich. Im Jahr 2025 sollen laut "20-Year Outlook Plan" 72 Millionen Jahrestonnen produziert werden. Etwa 12 Prozent der Erdgas- und 46 Prozent der Gaskondensatproduktion sind für die Weiterverarbeitung in der Petrochemie vorgesehen. Für den 4. Fünfjahresplan (2005/06-2009/10) und den 5. Fünfjahresplan wird für die Branche der Investitionsbedarf mit 30 Milliarden US-Dollar angegeben. Auf dem Forum bekräftige Nozari die Pläne der iranischen Regierung, weitere Unternehmen der National Petrochemical Company (NPC) zu privatisieren. Angesichts der nur stockenden Privatisierungen in anderen Bereichen der Wirtschaft, kommt der Aussage des Ministers eine besondere Bedeutung zu. Auch der Ausbau der Raffineriekapazitäten soll vorangetrieben werden, so der Geschäftsführer der National Iranian Oil Refining and Distribution Company (NIORDC), Mohamadreza Nematzadeh. Nach Umsetzung der laufenden Pläne soll die Benzinproduktion von gegenwärtig 42 Millionen auf 186 Millionen Liter und die Zunahme bei Gasöl (gegenwärtig 78 Millionen) auf 152 Millionen Liter täglich steigen. Den Angaben der NIORDC zufolge sollen im Sommer 2008 sieben neue Raffinerien errichtet werden. Die bedeutendste ist die erst zu 11 Prozent fertig gestellte Persian Gulf Star Gas Condensate Refinery (in der Nähe der Raffinerie in Bandar Abbas) mit einer Kapazität von täglich 360.000 Barrel (bpd). Auch an der Modernisierung und dem Ausbau verschiedener Raffinerien soll laut iranischer Regierungsstellen gearbeitet werden. Dabei wurden folgende Fortschritte erreicht: Abadan Refinery Development Project 47 Prozent und Arak Refinery (Qualitätsverbesserung und Kapazität) unter 13 Prozent. Über die geltenden Ausfuhrverbote für das Irangeschäft und weitere internationale Kontrollregime informiert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA-Merkblatt Iran-Sanktionen). Ein Servicezentrum der Deutschen Bundesbank in München gibt Auskunft über die Finanzsanktionen gegen Iran. Irano-German Chamber of Industry and Commerce Geschäftsführer Daniel Bernbeck Avenue Africa, Navak St. No. 7 Teheran / Iran Tel.: 98 21 8133 0000 Fax: 98 21 8879 4401 Email: ahk_iran@dihk.co.ir Web: iran.ahk.de National Iranian Oil Refining and Distribution Company (NIORDC) Geschäftsführer Mohamadreza Nematzadeh Opposite of Arak Alley - Ostad Nejatollahi Avenue P.O.Box : 15815/3499 Teheran / Iran Tel.: 98 21 8880 1001 bis 14, 66465488 Fax: 98 21 66152138, 66466007 Email : info@niordc.ir Web: www.niordc.ir Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Referat 214 Frankfurter Straße 29 - 35 65760 Eschborn Tel.: 49 6196 908 870 Fax: 49 6196 908 800 Email: poststelle@bafa.bund.de Web: www.ausfuhrkontrolle.info Deutsche Bundesbank Servicezentrum Finanzsanktionen 80281 München Tel.: 49 89 2889 3800 Email: sz.finanzsanktionen@bundesbank.de Web: www.bundesbank.d | |
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