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Um über Business-Trends in Asien zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und das Networking zu stärken, trafen sich vom 4. bis 6. Oktober im südkoreanischen Seoul über 520 hochrangige Unternehmer und Vertreter von Verbänden und Institutionen aus Deutschland.
Seit 1986 ist die Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft (APK) die wichtigste Konferenz für die deutsche Asienwirtschaft. Die AHK Korea organisierte die Großveranstaltung in Zusammenarbeit mit anderen Auslandshandelskammern in Asien (AHKs), dem Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA) sowie dem Bundeswirtschaftsministerium. Der dreitägige Kongress wurde vom APA-Vorsitzenden Dr. Jürgen Hambrecht (BASF-Vorstandsvorsitzender) und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos geleitet. Günter Verheugen, Vizepräsident der EU-Kommission, nahm mit einer Ansprache am Eröffnungsplenum teil und diskutierte gemeinsam mit Dr. Hambrecht, BDI-Präsident Jürgen Thumann, BGA-Präsident Anton Börner und dem Metro-Vorstandsvorsitzenden Dr. Hans-Joachim Körber im Forum ?Die Zukunft der Weltwirtschaft?. Die Anzahl von insgesamt 35 Sponsoren unterstrich die Wertschätzung, die der APK von Unternehmerseite entgegengebracht wird. Im Gegensatz zu früheren Asien-Pazifik-Konferenzen wurden überregionale AHK-Foren angeboten, eine Entscheidung, die von den Teilnehmern positiv aufgenommen wurde. Die lebhaften Diskussionen werden für die Teilnehmer von geschäftlichen Nutzen gewesen sein. Greater China mit China, Hongkong und Taiwan war Thema eines Regionalforums, wie auch die Chancen für eine Hightech-Partnerschaft mit Japan und Korea, sowie das Potential der ASEAN-Staaten. Auch das Geschäftspotential im dynamisch wachsenden Indien wurde diskutiert. Wie speziell Klein- und Mittelständler bei Geschäften und Neukontakten unterstützt werden können, war Inhalt des Forums ?Mittelstand goes Asia?. Aus aktuellem Anlass, wurde das vom früheren ZEIT-Chefredakteur Dr. Theo Sommer moderierte Forum ?Entspannung auf der koreanischen Halbinsel?? ins Programm aufgenommen. Auf der 11. APK hat sich die deutsche Asienwirtschaft nachdrücklich gegen Schutzmauern ausgesprochen, die Deutschland und Europa vor asiatischen Investoren abschirmen. ?Wir brauchen keine chinesische Mauer um Deutschland?, sagte Dr. Jürgen Hambrecht zum Abschluss. ?Ein Schutz gegen ausländische Investoren würde die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig beschädigen. Ich freue mich über jeden einzelnen Investor aus Asien, der sich in Deutschland engagiert!". Dies gelte für privates Kapital ebenso wie für neue Staatsfonds. Die Teilnehmer der Konferenz befürworteten den beschleunigten Abschluss von Wirtschaftlichen Partnerschaftsabkommen ("Economic Partnership Agreements"? EPA) als sinnvolle Ergänzung zur Handelsliberalisierung innerhalb der Welthandelsorganisation. Dabei stünde weniger der gegenseitige Zollabbau, sondern vielmehr die Abschaffung nichttarifärer Handelshemmnisse im Vordergrund, insbesondere durch die Schaffung gemeinsamer Normen und Standards. Partnerschaft heiße, dass sich alle in fairer Weise an die bestehenden internationalen Regeln hielten. "Wenn es unfaires Verhalten gibt, müssen wir uns dagegen wehren. Auch das gehört zu einer vertrauensvollen Partnerschaft", betonte Dr. Hambrecht. Laut einer Umfrage unter den Teilnehmen schnitt die 11. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft bei Organisation und Inhalten sehr gut ab. Auch die Tatsache, dass von den Befragten rund 96 Prozent an der nächsten APK wieder teilnehmen wollen, unterstreicht die sehr positive Teilnehmereinschätzung und das Interesse an der APK. Beim Abschlussplenum verkündete der APA-Vorsitzende, dass die 12. Asien-Pazifik-Konferenz im Frühjahr 2010 in Singapur stattfinden wird. Schwerpunktthema soll die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit mit den Ländern der ASEAN-Staaten sein. Korean-German Chamber of Commerce and Industry (KGCCI) Shinwon Plaza Building 28-2 Hannam-dong, Yongsan-gu 140-210 Seoul / Korea Tel.: 82 2 37804 600 Email: info@kgcci.com Web: www.kgcci.com