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Die Nachfrage nach Schwermaschinen sowie Ausrüstungen für den Berg-, Hoch- und Tiefbau zieht in Indonesien nach einer Durststrecke wieder an. Neben der allgemeinen Konjunkturbelebung, die sich stimulierend auf den Bausektor auswirkt, sind dafür Projekte der Regierung verantwortlich. Insbesondere die eingeschlagene Marschroute im Energiesektor spielt dabei eine Rolle. Dementsprechend zuversichtlich äußerten sich Aussteller bei einer internationalen Kombinationsmesse aus den Bereichen Energie und Bergbau.
In den letzten zehn Jahren nach der sogenannten Asienkrise waren Großprojekte ausgeblieben, und bürokratische Hürden sowie die mangelnde Rechtssicherheit machten es den Investoren nicht leicht, etwas an dieser Situation zu ändern. Die gestiegenen Ölpreise und die damit verbundene Kostenexplosion im Jahr 2005 sorgten für einen Importrückgang bei Bergbau-, Hoch- und Tiefbaumaschinen im Folgejahr. Dieser Trend soll sich jedoch 2007 nicht fortgesetzt haben, meldet das I ndustrieministerium, das in diesem Jahr von einem zweistelligen Nachfragewachstum ausgeht. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen für Großprojekte sind wieder günstig. So konnte die Bank Indonesia im Laufe der letzten zwei Jahre ihren Leitzinssatz um 4,5 Prozentpunkte auf mittlerweile 8,25 Prozent drücken. Investoren haben darauf bereits reagiert, jedoch komme der Effekt erst wirklich 2008 zum Tragen, kündigen Wirtschaftsexperten an. Durch das Energieprogramm der Regierung, das auf Alternativen zum Erdöl ausgerichtet ist, steht im Bergbausektor insbesondere Kohle im Vordergrund. Im Rahmen eines "Crash"-Programms der Regierung sollen Kohlekraftwerke die Kapazitäten des Energiesektors bis 2010 um insgesamt 10.000 MW erhöhen. Aufträge - in erster Linie an chinesische Investoren - wurden bereits erteilt. Entsprechend dürfte die lokale Nachfrage nach Kohle in Zukunft drastisch steigen. Derzeit fördert der Archipel etwa 215 Millionen Jahrestonnen, von denen rund 70 Prozent exportiert werden. Letzteres sei in Zukunft nicht mehr möglich, auch wenn die Fördermengen jährlich zweistellig zulegen sollten, konstatiert die Regierung und kündigt bis spätestens 2010 eine Limitierung der Ausfuhrmengen an. Eine gewisse Aufbruchstimmung war auf den Branchenmessen "Electric Indonesia", "Mining Indonesia", "Oil and Gas Indonesia" sowie "Building and Construction" zu spüren, die vom 31.10. bis 3.11.07 in Jakarta vom Veranstalter PT Pamerindo organisiert wurden. 25 deutsche Unternehmen waren im Rahmen einer Gemeinschaftsbeteiligung des Bundeswirtschaftsministeriums präsent. Offensichtlich spielen Qualitäts- sowie neuerdings auch verstärkt Umweltaspekte bei den Anschaffungen von Maschinen und Anlagen auf dem Archipel eine größere Rolle als noch zuvor, war von einzelnen Ausstellern zu hören. Passend dazu verkündete das Industrieministerium, es wolle nicht länger Lizenzen für Importe von gebrauchten Schwermaschinen vergeben. Eine Modernisierung stehe künftig im Vordergrund. In der Bauwirtschaft sei der Nachholbereich ebenso groß wie in der Landwirtschaft oder im Bergbau. Allgemein hoffen die Anbieter von technisch anspruchsvolleren Anlagen auf ein längerfristiger ausgelegtes Investitionskalkül der indonesischen Unternehmen. So stand bei dem Messebesuch des Unternehmens Takraf, das unter anderem Förderbänder für den Bergbau vertreibt, die Aufklärung im Vordergrund, dass die Anlagen langfristig eine kostengünstige Alternative zum Lkw-Transport darstellen. Ministry of Energy and Mineral Resources Jalan Medan Merdeka Selatan 18 Jakarta 10110 / Indonesien Tel.: 62 21 3804242, -3813233 Fax: 62 21 3847461 Web: www.setjen.dpe.go.id PT Pamerindo Buana Abadi Deutsche Bank Building 13. Stock Jalan Imam Bonjol 80 Jakarta 10310 / Indonesien Tel.: 62 21 3162001 Fax: 62 21 3161981 Web: www.pamerindo.com