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Asien Kurier 4/2008 vom 1. April 2008
China

Chinese zukünftiger Weltbank-Chefökonom

Von Günter Meier (gtai)

Zum neuen Chefvolkswirt der Weltbank wurde im Februar 2008 Justin Yifu Lin bestellt. Er ist chinesischer Staatsbürger und seit 1993 Professor für Wirtschaftsforschung an der University Beijing. Lin ist der erste Chefökonom der Weltbank, der aus einem Entwicklungsland kommt. Er wird als Nachfolger des Franzosen Francois Bourgignon das Amt voraussichtlich Ende Mai 2008 antreten.

Lin ist Gründungsdirektor des China Center for Economic Research, Stellvertretender Vorsitzender der All-China Federation of Industry and Commerce sowie des Committee for Economic Affairs of Chinese People's Political Consultation Conference. Schwerpunkte seiner bisherigen Arbeit sind die Themenbereiche fiskalische Dezentralisierung, Unternehmensreform, städtische und ländliche Modernisierung sowie Innovation und Reform im Agrarsektor. Außer der University Bejing weist seine Karriere Lehrtätigkeiten an der Hongkong University of Science and Technology, der Duke University (North Carolina), der Australian National University und der University of California at Los Angeles (UCLA) aus.

Bei seinem Besuch der Universität Hohenheim im Febnruar 2008 empfahl Prof. Dr. Yifu Lin der deutschen Industrie, das Wachstum als Chance zu sehen. "In China lassen sich mehr Porsches und Mercedes verkaufen, als in Deutschland." Auch das Szenario, dass China die deutsche Wirtschaft von Platz eins der Export-Statistik schon in diesem Jahr verdrängen könnte, sollten die Deutschen gelassen sehen: "Viele unserer Export-Güter stammen von deutschen Firmen, die in China produzieren und dazu deutsche Technologie importieren."

 

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