
Silicon Valley gilt als einer der ersten, oder der erste Industriepark überhaupt, als in den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts die Konzentration von technologieorientierten Unternehmen an der US-Westküste begann.
Seitdem ist der Begriff Synonym für technologischen Fortschritt und gilt als Meßlatte für die Entwicklungsstufe einer modernen Volkswirtschaft. Dabei wird häufig vergessen, dass ein Industriepark mehr ist als nur die Basis seiner physischen Infrastruktur. Vielmehr sind es die unter den Bewohnern entstehenden Synergien, die in der Summe mehr sind als ihre einzelnen Bestandteile, die die Attraktion solcher Einrichtungen ausmachen.Die "Hong Kong Science & Technology Parks Corporation" (HKSTP) wurde 2001 gegründet und ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Mit einem Einsatz von etwa 550 Millionen Euro wurden in einem Zentrum für Unternehmen in den Bereichen Elektronik, Informationstechnologie & Telekommunikation, Biotechnologie und Feinmechanik bezugsfertige Nutzflächen geschaffen. In einer zweiten Ausbaustufe soll das Gelände um eine Nutzfläche von 225.000 m2 erweitert werden. Neben dem Technologiepark betreibt die Gesellschaft das "Inno Centre" in Kowloon Tong seit 2006 mit dem Schwerpunkt Produktdesign. Deutschland soll voraussichtlich im Jahr 2010 Partnerland auf der jährlich stattfindenden "Business of Design Week" werden. Zum Inventar gehören drei Industrieparks in Yuen Long, Tai Po und Tseung Kwan O. Unterstützende und begleitende Dienstleistungen und Programme werden in Form von Inkubationsprogrammen und Laboratorien für verschiedene Anwendungen angeboten.Fünf Jahre seit seiner Gründung hat sich das Zentrum als Marktführer der Innovation und Hochtechnologie im Perlflussdelta etabliert. 40 Prozent der 155 Mieter sind inzwischen festlandchinesische Unternehmen oder aus Übersee. Besonderer Beliebheit erfreuen sich die Schulungseinrichtung für integrierte Schaltkreise, hier entwickelt sich der Wissenschaftspark als ein bevorzugter regionaler Standort der Elektronikindustrie, mit rund 75 Prozent Belegung in diesem Bereich. Daneben haben Unternehmen der Biotechnologie und der Feinmechanik eine bedeutende Präsenz. Mit der unlängst eröffneten zweiten Phase verdoppelt sich die Nutzfläche mit hochmodernen Forschungseinrichtungen und so ist der Wissenschaftspark heute im Perlflussdelta eine der größten Einrichtungen ihrer Art. Zur Infrastruktur gehören auch Konferenzräume und -einrichtungen, die als Begnungsstätten kluger Köpfe und Forum des Austauschs mit der internationalen Intelligenz geschaffen wurden.Die drei Industrieparks sind an der Peripherie des Hong Kong Territoriums gelegen und für technologieorientierte Industrieproduktionen geeignet. Die beiden älteren Parks in Tai Po und Yuen Long mit 75 beziehungsweise 69 Hektar Fläche sind voll belegt, der neue Industriepark in Tseung Kwan O mit 75 Hektar ist zu mehr als der Hälfte belegt und dürfte in absehbarer Zeit ebenfalls seine Kapazitätsgrenzen erreichen. Zu den Mietern zählen hier die "Hong Kong Shanghai Bank" (HSBC) mit einem Datenverarbeitungszentrum, einem Recycler für petrochemische Produkte, sowie festlandchinesische Hersteller traditioneller chinesischer Medizin, die Hongkong als strategischen Brückenkopf für ihre Auslandsmarketingaktivitäten nutzen. Dazu gehören die Firmen Beijing Tong Ren Tang und Eu Yan Sang. Letztere haben eine Forschungskooperation mit der Hong Kong Baptist University und der Chinese University of Hong Kong.Als Schnittstelle zwischen Design und Technologie unterstützt das Innocentre im Stadtteil Kowloon Tongprofessionelle Designer und Unternehmen im oberen Segment der Wertschöpfungskette. Die Einrichtung dient der Förderung des Wachstumspotentials von Unternehmen durch die symbiotische Verbindung kreativer Elemente und moderer Industrieproduktion im Interesse der besseren Nutzung von diesem Potential, vor allem von Start-Up Firmen. Im Gebäudekomplex des Innocentre integriert residiert auch das Hong Kong Design Centre als Veranstalter der Business of Design Week und Integrator der Aktivitäten des Zentrums. Über 80 Prozent der Fläche sind gegenwärtig von 35 Mietern belegt.Der Hong Kong Wissenschaftspark bietet für eine Vielzahl von Bedarfsflächen modernste Laboreinrichtungen, die von Unternehmen in allen Phasen der Entwicklung bis zur Vermarktung von neuen Produkten genutzt werden können. Eine der besonderen Vorzüge des Parks ist die unmittelbare Verfügbarkeit von hochqualifizierten Ingenieuren und Wissenschaftlern auf dem Campus. Ein entscheidener Faktor für viele Unternehmen sensible Forschung und Produktentwicklung in Hongkong anzusiedeln sind ein solides Rechtssystem und wirksame Schutzrechte für geistiges Eigentum. Seit Gründung haben mehr als 230 lokale und ausländische Firmen etwa 6.400 Projekte im Wissenschaftspark abgewickelt.Für Hongkong sind Einrichtungen wie Wissenschafts- und Technologieparks relatives Neuland. Mit der Verlagerung seiner Industriebasis auf die andere Seite der Grenze seit den frühen 80iger Jahren begann der Trend hin zu einer heute fast reinen Dienstleistungsgesellschaft. Einrichtungen wie der Wissenschaftspark sind Ausfluss und logische Konsequenz dieses Trends. Die von Hongkonger Unternehmen gesteuerten Produktionskapazitäten auf dem Festland werden auf Dauer nur bestehen, wenn sie sich ihren Vorsprung in Innovation, Produktstechnologie und Vermarktung erhalten.Hong Kong Science & Technology Parks Corporation (HKSTP)8. Floor, Bio-Informatics Centre, No. 2 Science Park West AvenueHong Kong Science Park, Shatin, New Territories, Hong KongTel.: 852 2629 1818Fax: 852 2629 1833Web: www.hkstp.orgInnoCentre Office2. Floor, InnoCentre, 72 Tat Chee Avenue, Kowloon TongKowloon, Hong KongTel.: 852 2784 2680Fax: 852 2319 0713Hong Kong Design Centreim InnocentreTel.: 852 2522 8688Fax: 852 2892 2621Email: info@hkdesigncentre.orgKontakt in Deutschland:Wolfgang VehseGoetheallee 26, 01309 DresdenTel.: 49 351 4701290Fax: 49 351 4701289Email: wolfgang.vehse@vehse-consult.comBusiness of Design WeekWeb: www.bodw.com.hk