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Asien Kurier 9/2008 vom 1. September 2008
Asien

Deutsches Handelsbilanzdefizit mit China sinkt

Von Ralph Rieth

Die deutschen Lieferungen in die asiatisch-pazifische Region entwickeln sich in den ersten fünf Monaten des Jahres dynamisch mit einem Plus von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum - wieder deutlich über dem gesamten deutschen Exportwachstum von 6,6 Prozent. Treiber der Entwicklung sind weiter die Ausfuhren nach China mit einem Plus von 19,8 Prozent.

Eine Trendwende zeichnet sich jedoch bei den Einfuhren aus der Region ab. Bis Ende Mai hat der Zuwachs der Importe aus China wieder an Fahrt aufgenommen, nach knapp zwei Prozent Zuwachsrate bis zum März wurde in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Plus von 5,6 Prozent erreicht. Dies bleibt jedoch weiter deutlich unter dem Wachstum der deutschen Ausfuhren. Das lang beklagte deutsche Handelsbilanzdefizit mit China könnte im Jahresverlauf also deutlich zurückgehen. Im Saldo der ersten fünf Monate verringerte es sich von 9,7 auf 8,7 Milliarden Euro (24,1 statt 29,9 % des gesamten bilateralen Handelsvolumens).

Für die gesamte asiatisch-pazifische Region ist die Stagnation asiatischer Einfuhren noch deutlicher: die deutschen Importe legten nur um 1,8 Prozent zu. Entsprechend verringerte sich auch hier das deutsche Defizit im Fünfmonatszeitraum von 14,3 auf 11 Milliarden Euro (12 statt 16,5 % des gesamten Handelsvolumens). (OAV/rr)





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