' )China - Chinesischer Außenhandel bricht ein
Asien Kurier 3/2009 vom 1. März 2009
China

Chinesischer Außenhandel bricht ein

Von Ralph Rieth

Der massive Januar-Einbruch im chinesischen Außenhandel hat auch auf den Handel mit Deutschland durchgeschlagen. Erstmals waren im Handel zwischen den beiden Ländern deutliche Rückgänge zu verzeichnen, auch wenn die Entwicklung positiver als der Gesamttrend bleibt.

Dem gesamten chinesischen Handelsminus von 29 Prozent im Januar 2009 steht ein Negativwachstum von nur 13,1 Prozent im Handel mit Deutschland gegenüber. Dabei gingen die chinesischen Exporte nach Deutschland mit -10,6 Porzent auf einen absoluten Wert von 4,4 Milliarden US-Dollar (Gesamt -17,5%) weniger stark zurück als die Importe aus Deutschland mit -16,1 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar (-43,%).

Erfreulicher sehen die Zahlen aus, wenn einer Rechnung des chinesischen Zollamts folgend der Effekt des chinesischen Neujahrs berücksichtigt wird. Demnach hatte der Januar in China diese Jahr nur 17 Werktage im Gegensatz zu 22 im letzten Jahr. Wird dies einkalkuliert, lag der Handel mit Deutschland sogar deutlich im Plus, sowohl bei Exporten (+15,7%) wie auch bei Importen (+8,3%). Beim chinesischen Außenhandel insgesamt hingegen ergibt sich auch bei dieser Rechnung bei den Importen noch immer ein deutliches Minus von 26,4 Prozent. Das genaue Ausmaß des Neujahrseffektes abzuschätzen ist allerdings beinahe unmöglich, zusammen mit den Februarzahlen sollte sich ein deutlicheres Bild der Entwicklung abzeichnen.

Schon in den Vormonaten hatte sich der Deutsch-Chinesische Handel besser entwickelt als der gesamte chinesische Außenhandel. Die stärksten Einbußen waren bisher im Handel mit anderen asiatischen Ländern zu verzeichnen. Importe aus Taiwan, Hongkong, Indien und Russland brachen im Januar mit beinahe -60 Porzent vollkommen ein. Dies ist vor allem auf die eingebrochene Nachfrage Chinas nach Rohstoffen und Komponenten für die Weiterverarbeitung zurückzuführen. (OAV)


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