' )Korea - Deutsche Maschinen haben einen hervorragenden Ruf
Asien Kurier 5/2009 vom 1. Mai 2009
Korea

Deutsche Maschinen haben einen hervorragenden Ruf

Von Frank Robaschik (gtai)

Die Wirtschaft der Republik Korea lebt zu großen Teilen vom Export. Die Unternehmen des Landes sind unter anderem bei Halbleitern, Flachbildschirmen, Handys, Stahl, Schiffen und Automobilen international sehr konkurrenzfähig. Allerdings sind sie stark auf Zulieferungen aus dem Ausland angewiesen. Dementsprechend spielen Importe eine wichtige Rolle, und das Land liegt beim Maschinenverbrauch weltweit etwa auf Rang zehn.

"Deutsche Maschinen haben in Korea einen hervorragenden Ruf", sagt Friedrich Stockinger,

Geschäftsführer von Trumpf Korea. So war das Land 2008 der drittwichtigste Käufer von Maschinen "Madein Germany" im Raum Asien/Pazifik. Seit 2006 ist Südkorea für deutsche Anlagenexporteure wichtiger als die größte asiatische Volkswirtschaft Japan. Lediglich die Volksrepublik China und Indien mit ihrem hohen Investitionswachstum importieren in der Region mehr deutsche Maschinen.

Allerdings sanken 2008 die deutschen Maschinenausfuhren nach Südkorea, nachdem in den Vorjahren ein stetiges Wachstum der Käufe koreanischer Kunden zu beobachten war. Generell ist die Lage auf dem koreanischen Maschinenmarkt zum Jahreswechsel 2008/09 stark von den rezessiven Tendenzen der Weltwirtschaft geprägt. Viele wichtige Abnehmerbranchen reduzieren ihre Budgets, fahren ihre Produktion zurück und verschieben Investitionsprojekte. Nachverhandlungen zu Preisen, Terminen,

Zahlungsbedingungen etc. stehen mittlerweile auf der Tagesordnung.

Prinzipiell bleibt die Republik Korea aber ein sehr interessanter Markt für Maschinen und Anlagen. Das Land muss sich in seiner Entwicklung gegenüber dem aufholenden China behaupten und mehr zum technologisch führenden Japan aufschließen. Dafür ist es auf moderne Maschinen angewiesen und lag nach jüngsten Daten für 2007 gemeinsam mit Mexiko bei den Maschinenimporten weltweit auf Rang zehn. Länder wie Belgien, Russland, Niederlande, Türkei, Indien, Brasilien oder die Schweiz ließ Südkorea damit hinter sich. 2008 importierte das Land weltweit Maschinen im Wert von 35,5 Milliarden US-Dollar.

Deutsche Maschinen erreichten 2008 insgesamt einen Anteil am koreanischen Importmarkt von 12,4 Prozent. Die Sparten Druck- und Papiertechnik (26,4%), Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen (20,1%), Werkzeug-, Bau- und Bergbau-, Kunststoff- sowie Textilmaschinen (jeweils um etwa 18%) schnitten dabei überdurchschnittlich ab. Bei Komponenten wie Pumpen, Kompressoren und Fördertechnik sowie bei Kraftmaschinen lag der Anteil bei etwa 12 bis 13 Prozent.

Wichtigstes Segment der deutschen Maschinenausfuhren sind Werkzeugmaschinen. Allerdings ist die Lage Anfang 2009 vor allem wegen der weltweiten Probleme, dem in koreanischer Währung (siehe Seite ***, 1 Euro = *** Won, 3-Monatsmittel) teuren Euro und Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Projekten sehr angespannt, so Friedrich Stockinger.

Die meisten Maschinenzweige sind von dieser Entwicklung betroffen. Es ist aber nicht alles nur düster.

Michael Hennig, Präsident der Handelsfirma Korea Illies Engineering, zufolge gibt es Schwung von Seiten der Umwelt- und Energietechnik. Dies gilt unter anderem für die erneuerbaren Energien. Die koreanische Autobranche hat signalisiert, an ihren Plänen zur Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge auch trotz der Krise festhalten zu wollen. Deutsche Unternehmen mit lokaler Produktion in Südkorea wie beispielsweise Lapp oder Rittal profitieren derweil von der massiven Abwertung des Won, da sie billiger exportieren können und auf dem koreanischen Markt von Wechselkursschwankungen nicht so stark beeinflusst werden.

Angesichts der Rezession der Weltwirtschaft sind die Aussichten für 2009 nicht gut, genaue Vorhersagen können jedoch nur schwer getroffen werden. Der Maschinenbauverband KOAMI prognostizierte im Januar 2009 einen Rückgang der Importe allgemeiner Maschinen um 1,8 Prozent, aber selbst diese Zahl könnte angesichts der schwierigen Lage vieler Abnehmerbranchen zu optimistisch sein. Im Januar 2009 fielen die koreanischen Maschineneinfuhren auf US-Dollarbasis gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel.

Korea Association of Machinery Industry (KOAMI)

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Seoul 150-729, Korea

Tel: 82 2 3697851/2

Fax: 82 2 3697900/7897

Email: trade@koami.or.kr

Web: www.koami.or.kr/english/main/main.php


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