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Vietnam Fokus 1/2008 vom 15. März 2008
Vietnam

Good Morning Vietnam!

Von Luat Nguyen (Viet Trade Center Ltd)

Für Touristen ist es noch ein Geheimtipp, nun soll es auch deutsche Unternehmen in das kleine Land am Südchinesischen Meer ziehen. Denn während die meisten noch nach Indien oder China streben, holt Vietnam geradezu rekordverdächtig auf und liegt direkt hinter China auf Rang zwei als wachstumsstärkste Volkswirtschaft der Region.

Die Globalisierung lässt die Märkte immer weiter zusammenrücken und bietet vor allem Schwellenländern die Gelegenheit zu wahren Wirtschaftsmächten aufzusteigen. Ganz oben stehen zweifelsohne China, Indien, Russland oder Brasilien. Und das lockt natürlich die Investoren aus dem westlichen Ausland. Auch Deutschland bleibt für China eine der wichtigsten Handelspartner. So exportieren Unternehmen in Deutschland meist die zur Produktion benötigten. Umgekehrt werden Produkte wie Spielwaren oder Unterhaltungselektronik nach Deutschland verschifft. Die Nachfrage nach deutschen Produkten ist enorm groß. Neben Maschinen, werden auch Fahrzeuge und chemische Erzeugnisse in alle Welt ausgeliefert.

Auch im Bereich der erneuerbaren Energien haben die Deutschen die Nase vorn. Ein Zahlenbeispiel: im Jahr 2006 konnten Güter im Wert von über 896 Milliarden Euro exportiert werden! Im weltweiten Vergleich ist damit klar: Deutschland ist Exportmeister. Aber die wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland sind teuer und überaus bürokratisch. Gerade mittelständische und kleine Unternehmen spüren enorme Steuerlasten und hohe Produktionskosten. Der Trend zeigt deshalb eine klare Expansionsbewegung ins asiatische Ausland. Dort herrscht eine ganz andere Lohn-und Steuerpolitik und überhaupt sind deutsche Unternehmen gern gesehene Investoren, die Arbeitsplätze und andere Strukturverbesserungen mit sich bringen. Diese ?Emerging Markets? verändern die Weltwirtschaft erheblich. Betrachtet man die Bewegungen in Fernost, so drängen die meisten Firmen nach China.

Das Reich der Mitte lockt zwar mit attraktiven Standortfaktoren, wie preisgünstige Pachtverträge und Billiglöhne, doch geführt wird das Land von einer sozialistischen Regierung - das vergessen westliche Geschäftsleute nur zu gern. Das Einparteiensystem kennt beispielsweise kein privates Eigentum. Ebenso problematisch wirken sich Amtsmissbrauch und Korruption aus, Verträge werden nicht anerkannt, Firmengrundstücke einfach enteignet, um dem vermeintlichen Amtsfreund ein besseres Geschäft zu ermöglichen. Dennoch reißt die Investitionslust nicht ab. Deshalb richtet sich der Blick der Investoren zunehmend auf ebenso interessante Nachbarländer. Und auf Platz zwei der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften liegt: Vietnam!

Dieses wesentliche kleinere Land ist zwar ebenso sozialistisch orientiert, überzeugt aber - im Gegensatz zum großen chinesischen Nachbarn - mit gesetzlich festgelegten Sicherheiten. So garantiert die Verfassung von 1992 die Anerkennung von Eigentum, Produktionskapital, sowie unterschiedliche Geschäftsformen. Grund ist eine gewaltige Umgestaltung, die seit Anfang der Neuziger Jahre den Wechsel von einer Planwirtschaft zur Marktwirtschaft mit sozialistischer Orientierung beabsichtigt. Die ?Doi Moi? ist also eine Modernisierung, die Schritt für Schritt erfolgt und schon jetzt erstaunliche Ergebnisse Vorzeigen kann. Gerade die Exportwirtschaft wächst und wächst und war im Jahr 2006 für die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verantwortlich.

Exportgut Nummer eins ist Rohöl. Danach folgen Textilien, Bekleidung und Schuhe, sowie Meeresfrüchte und Fisch. Aber auch Lebensmittel wie Kaffee, Tee und Pfeffer verlassen jedes Jahr die vietnamesische Landesgrenze. Beim Pfeffer ist Vietnam der weltgrößte Exporteur, bei Kaffee, Meeresfrüchten oder Reis liegt das Land auf Rang zwei weltweit. Im Wesentlichen besteht die Wirtschaft aus Industrie, Landwirtschaft und dem Dienstleistungssektor. Die Zahl der Privatunternehmen ist seit 1990 von 100 auf 150.000 gestiegen und die Regierung plant bis 2010 ein Pro-Kopf-Einkommen von 1.000 US-Dollar (2007: 540 US$; 2000: 370 US$). Der jüngste und wahrscheinlich auch für die weitere Zukunft wichtigste Erfolg, war Anfang 2007 der WTO-Beitritt; elf Jahre dauerten die Verhandlungen mit der Welthandelsorganisation.

Welche Rolle spielt Deutschland in Vietnam? Leider eine noch viel zu kleine. Das soll sich aber bald ändern! Spezialisierte Unternehmensberatungen bieten einzigartige Dienstleistungen an, die bereits bestehende Firmen, aber auch Start-Ups betreuen. Von Anfang an wird einerseits das Unternehmen durch Wirtschaftsberatung betreut, andererseites werden ihm Kontakte zu erstklassigen Netzwerken vor Ort geboten. Weiterhin werden die Leistungen durch interkulturelles Coaching ergänzt, damit Führungskräfte und Mitarbeiter ein harmonisches Miteinander bilden. Denn fest steht eins, Vietnam holt enorm auf und wird schon in naher Zukunft eine der wichtigsten Handelspartner für deutsche Unternehmen sein.

Die Firma Viet Trade Center Ltd. aus Frankfurt am Main ist eine solche Unternehmensberatung mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungsangeboten. Das Team besteht sowohl aus vietnamesischen, als auch aus deutschen Mitarbeitern, die auf diese Art ein hohes Maß an Erfahrung und Fachkenntnis miteinander vereinen. Sie besetzen damit an vorderster Stelle diesen noch recht jungen Sektor der Beratung, der ebenso wie Vietnam selbst in eine hervorragende Zukunft blicken kann.





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